Ohrenpflege bei den Hütehundmädchen

[Werbung / in Zusammenarbeit mit AGILA] Dieser Blogbeitrag ist Teil der Mottowochen von AGILA. Im Rahmen der aktuellen Blogparade dreht sich alles um die Haustierpflege für Hund und Katze.
Im Folgenden möchte ich Euch berichten, wie die Ohrenpflege bei unseren drei Hütehundmädchen aussieht. Wie immer ist das individuell zu betrachten und sollte nicht einfach eins zu eins auf euren Hund übertragen werden, nur weil dieser beispielsweise der selben Rasse angehört.

Was bei allen Hunden zunächst einmal gleich ist, ist der Aufbau des Ohres: Es gibt Drüsen, die Ohrenschmalz produzieren und damit im Idealfall den Gehörgang selbstständig reinigen. Außerdem befinden sich Haare am Außenohr, die zum einen das Ohr vor dem Eindringen von Fremdkörper schützen sollen, zum anderen sorgen sie auch dafür, dass der Ohrenschmalz aus dem Ohr heraus transportiert wird.
Individuell ist jedoch die Ohrenform (zum Teil rassebedingt), die Enge des Gehörganges, die Anzahl der Haare am und im Außenohr und wie viel Ohrenschmalz die Drüsen tatsächlich produzieren. All das trägt dazu bei, ob Hunde nie, selten oder häufig Probleme mit ihren Ohren haben.
Hunde mit Schlappohren haben im Vergleich zu Hunden mit Stehohren häufiger Ohrenentzündungen, da dort die Luft weniger zirkulieren kann und sich Bakterien insbesondere an warmen und feuchten Orten verbreiten.

Die Ohren von Emmely und Hazel sind nur im Rennmodus Stehohren, ansonsten bezeichnet man sie korrekterweise als Kippohren, das heißt im Grunde genommen stehen sie schon, aber die Spitze ist gekippt. Jedoch kommt viel Luft an den Gehörgang, so dass sich hier eigentlich kein warmes und feuchtes Milieu bilden kann. Auch bei einem genaueren Blick in den äußeren Gehörgang seht ihr, dass dieser recht frei ist. Von Ohrenschmalz ist bei Enmely keine Spur und das liegt nicht etwa daran, dass ich da gerade erst ausgiebige Ohrenpflege betrieben habe, sondern daran, dass hier alles passt. Gehörgang ist weder zu eng noch voll mit Haaren und die Drüsen produzieren die richtige Menge an Ohrenschmalz.
Tatsächlich habe ich weder bei Emmely noch bei Hazel jemals die Ohren pflegen bzw. säubern müssen, da die beiden Aussiemädchen noch nie dreckige Ohren oder gar Ohrenentzündungen hatten. Das Thema Ohrenpflege ist bei ihnen daher schnell abgehakt, da ich hier auch nicht etwa vorsorglich reinige, weil dadurch könnte ich das Milieu verändern und dadurch sogar im blödesten Fall eine Entzündung herbeiführen.

Bei Colani ist das anders. Auch wenn man ihre Ohren unter dem Fell kaum erkennen kann, so hat sie natürlich welche und zwar richtig lange Schlappohren. Colani gehört zu der Sorte Bearded Collie, die sehr viel und dichtes Fell haben und das zeigt sich auch an den Ohren. Der Bereich hinter den Ohren verfilzt sehr schnell, weil hier durch Gehen/Laufen/Rennen die Ohren ständig in Bewegung sind und durch Reibung entsteht eben Filz. Verfilztes Fell bildet eine Art luftundurchlässige Schicht und ist, wie Ihr euch denken könnt, nicht gut für die Haut. Das heißt hier muss ich besonders häufig bürsten.

Unser Beardiemädchen hat jedoch auch im Ohr recht viele Haare, die durch den Ohrenschmalz schneller verkleben. Dadurch kann die Luft schlechter zirkulieren, weshalb ich regelmäßig einige Haare herauszupfe. Das tut Colani übrigens nicht weh. Wichtig finde ich an dieser Stelle zu betonen, dass es sehr individuell ist, ob und wenn ja wie viele Haare bei einem Hund aus den Ohren gezupft werden sollten (manche bevorzugen auch abschneiden – wir möchten jedoch nicht so gerne mit spitzen Gegenständen in ihrem Ohr hantieren). Falls ihr Euch unsicher seid, was bei der Ohrenpflege eures Vierbeiners zu beachten ist, ist euer Tierarzt oder ein Hundefriseur bestimmt ein guter Ansprechpartner.
Also bürsten, zupfen und zum Schluss entferne ich noch den Schmutz auf der Innenseite ihrer Schlappohren mit einem feuchten, weichen Tuch. Während das Bürsten des Fells mehrmals die Woche notwendig ist, sind die anderen beiden Schritte der Ohrenpflege bei Colani nur alle paar Wochen notwendig.

Colani hatte dennoch schon zweimal eine Ohrenentzündung – jeweils nach dem Schwimmen beziehungsweise nach dem Abduschen in der Wanne. Da hatten wir nämlich nicht sorgfältig genug drauf geachtet, dass wir die Ohren auslassen oder wenigstens im Anschluss gründlich abtrocknen.

Soviel also zu der Ohrenpflege Routine bei unseren Hütehundmädchen. Wie steht es bei Euch damit? Sind eure Vierbeiner da pflegeintensiv oder ebenso unkompliziert wie die beiden Aussiemädchen?

Zwei Rassen – zwei Ohrentypen – unterschiedliche Pflegebedürfnisse

 

 

 

 

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