mit Indianermädchen & Wildfang
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Bewegter Hund trotz unfittem Zweibeiner – Ideen zur Auslastung

Werbung/ in Zusammenarbeit mit AGILA

Das diesjährige Motto der AGILA Themenwoche lautet „Alles in Bewegung – Fitte Pfoten mit AGILA“. Auch ich wollte mich gerne im Rahmen der Blogparade beteiligen, doch worüber schreibt man einen Blogbeitrag, wenn einem genau das selbst gerade am Meisten fehlt: Bewegung mit seinem Vierbeiner?

Wenn der Zweibeiner nicht so kann, wie er gerne will

Im Oktober letzten Jahres wurde ich schwanger und mit Beginn der Schwangerschaft kamen die üblichen Begleiterscheinungen wie Übelkeit und ständige Müdigkeit. Da ich beruflich direkt freigestellt wurde, konnte ich den Bedürfnissen meines Körpers nachgehen und verschlief die ersten Wochen praktisch. In meinen Wachphasen blieb es für die Hütehundmädchen aber alles beim Alten: Lange Spaziergänge, Bikejöring mit Hazel, Frisbee mit Emmely und kleine Einheiten Unterordnung mit Colani, damit wir irgendwann mal die Begleithundeprüfung machen können.

Nach dem ersten Trimester ging es mir deutlich besser, ich fühlte mich körperlich fit und die drei Hütehundmädchen sollten so richtig auf ihre Kosten kommen – vor allem, weil auch das Wetter besser wurde, denn bei Schnee, Glätte und Regen habe ich mich natürlich immer etwas zurückgehalten. Trotz aller Vorsicht stolperte ich bei einem ganz normalen Spaziergang über Colani und landete auf meinem Allerwertesten und musste zur Beobachtung und Kontrolle für 24 Stunden ins Krankenhaus. Unserer Tochter ging es gut in meinem Bauch, aber der Schreck saß tief und so traute ich mich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr aufs Fahrrad und auch die Inliner verstaubten weiterhin im Keller.

Mit wachsendem Bauch und steigenden Temperaturen wurden auch die Spaziergänge immer beschwerlicher und daher kürzer, die Pandemie sorgte zusätzlich dafür, dass unsere Hundeplatz fast dauerhaft gesperrt war, so dass wir nur wenige Male am Rally Obedience Training teilnehmen konnten.

Inzwischen mischt unsere Tochter Kiwi seit einem Monat in unserem kleinen bunten Familienrudel mit und daher stand in den letzten Wochen natürlich erstmal ein ausgiebiges Kennenlernen zwischen allen Familienmitgliedern an. Und natürlich das sogenannte Wochenbett, bei der man sich als frisch gebackene Mama schonen und erholen soll. Was mich angeht, so wäre ich am liebsten nach einer Woche bereits mit den drei Hütehundmädchen und dem Menschenkind in die weite Welt los gezogen- so sehr habe ich die ausgiebigen Spaziergänge vermisst. Stattdessen sollte ich möglichst viel liegen und möglichst wenig laufen.

Was macht man also, wenn man Hunde hat, die actionreiche Tage, an denen sie sich auspowern können, gewöhnt sind, man selbst aber körperlich eingeschränkt (sei es jetzt durch Schwangerschaft oder aber einfach Krankheit oder wegen einer Verletzung) über eine gewisse Dauer ist? Natürlich kann man sich Hilfe holen und jemand Anderes bitten, mit seinem Hund zu trainieren oder spazieren, aber es gibt auch ein paar Beschäftigungsmöglichkeiten, bei denen der Vierbeiner auf seine Kosten kommen kann, während man selbst nicht ins Schwitzen gerät.

Alltagsvariante des Longierens

Das sollte euer Hund können: einen Gegenstand umrunden

Das benötigt ihr außerdem: gegebenenfalls ein paar kleinere Gegenstände wie zum Beispiel Kartons/ Kisten, Eimer oder Flaschen

Auf unserer Wiese vor dem Haus befinden sich mehrere Wäschetrockengerüste (Stangen mit Wäscheleinen dran), die sich ganz hervorragend für diese Aufgabe eignen. Selbstverständlich könnt ihr auch umliegende Bäume nutzen oder aber ihr stellt selbst ein paar Gegenstände hin, die euer Hund umrunden kann.

Ich beginne immer erst mit ein paar naheliegenden Objekten, um die ich die Hütehundmädchen schicke und vergrößere dann den Radius. Hazel kann ich, dank viel Übung, auch von einem Wäschetrockengerüst zum Nächsten bei den Nachbarn schicken – viel Bewegung für sie – wenig für mich, weil ich nämlich einfach nur rumstehe (und in der Zeit vor der Geburt auch manchmal einfach dabei in der Wiese saß). Erlaubt ist dabei, was Euch Spaß macht: Richtungswechsel, Gegenstände im Kreis aufstellen und den Hund wie beim Longieren herumschicken, Tempowechsel oder kleine Tricks zwischendurch einbauen – es gibt viele Möglichkeiten dabei zu variieren.

Dummysuche

Das sollte euer Hund können: Einen bestimmten Gegenstand suchen

Das braucht ihr außerdem: einen Gegenstand zum Suchen, am besten eignen sich Dummys mit Wurfseil, alternativ könnt ihr auch einen Ball (mit Wurfschleuder) nutzen oder aber sehr kleine Gegenstände wie Minidummys oder Holzwäscheklammern

Normalerweise sieht unser Dummytraining so aus: Ich lege das Hütehundmädchen ins Platz und dann gehe ich über die Wiese, den Dummy in der Hand und lasse ihn irgendwann unauffällig fallen, gehe noch ein bisschen weiter, um dann anschließend zu ihr zurück zu kehren und sie los zu schicken, den Dummy zu suchen und zurück zu bringen. Dabei lege ich selbst natürlich auch einige Meter zurück und bei drei Hunden mit mehreren Durchgängen und einer kurz gemähten Wiese direkt vor dem Haus ist diese Variante nicht besonders geeignet, wenn man sich selbst schonen und trotzdem seinen Vierbeiner auslasten will.

Sofern ihr eine große freie Fläche zur Verfügung habt, könnt ihr auch einfach euren Hund zuschauen lassen, wie ihr den Dummy oder Ball weit wegwerft und ihn bevor ihr ihn zum Suchen losschickt, mit ein, zwei Tricks ablenken, so dass er die genaue Position nicht mehr weiß und dann auch wirklich ins Suchen kommt. Emmely und Hazel würden ohne Ablenkung einfach auf direktem Wege zu dem Dummy hinlaufen, aber mit einer kleinen Drehung oder auch ein paar Sitz-Platz-Steh Übungen erfordert die anschließende Suchaufgabe Köpfchen und je nach Größe der Fläche werden dabei auch einige Meter von ihnen zurückgelegt. Das funktioniert dann auch bei einer gemähten Fläche erfahrungsgemäß recht gut.

Die Wiese vor unserem Haus ist jedoch nicht so groß. Daher nutze ich hier gerne einen Minidummy oder aber einfach eine Wäscheklammer (diese lässt sich allerdings nicht besonders weit werfen), beides sieht man selbst bei gemähter Wiese kaum. Zusätzlich lasse ich die Hütehundmädchen hinter der Hausecke warten, so dass sie gar nicht sehen können, wohin ich werfe. Nach ein paar Wiederholungen liegen Emmely, Hazel und Colani anschließend zufrieden in ihren Hundebetten und ich kann meiner Hebamme mit guten Gewissen sagen, dass ich mich weiterhin geschont habe.

Reizangel

Das sollte euer Hund können: Interesse an Spielzeug haben

Das braucht ihr außerdem: Eine Reizangel (diese könnt ihr entweder kaufen oder aus einer Reitgerte und einem Spielzeug selbst herstellen)

Die Beschäftigung mit einer Reizangel sorgt bei entsprechender Anwendung nicht nur für Bewegung für euren Hund, während ihr mehr oder weniger nur herumsteht und euch im Kreise dreht, sondern ihr könnt ihn damit auch gut geistig auslasten und an der Impulskontrolle arbeiten.

Wiebke vom Hundeblog Sleepherds hat zu dem Thema „Reizangel“ einen ausführlichen Blogbeitrag im Rahmen der AGILA Blogparade geschrieben, auf den ich hier an dieser Stelle gerne verweisen möchte. Dort könnt ihr lesen, für welche Hunde sich die Arbeit mit der Reizangel anbietet und wie ihr damit an der Frustrationstoleranz arbeiten könntet.

Spurensuche

Was ich außerdem mit den drei Hütehundmädchen in den letzten Monaten gemacht habe, war eine Variante des Fährtens. Im Unterschied zur Dummysuche, wo der Hund eine bestimmte Fläche selbstständig absuchen sollte, soll der Hund nun einer Geruchsspur folgen, wo ihn am Ende eine Belohnung erwartet. Gerade bei Anfängern legt man nur sehr kurze Strecken, sodass man das auch gut machen kann, wenn man als Mensch beispielsweise nicht gerade so gut zu Fuß unterwegs ist.

Das sollte euer Hund können: Futtermotiviert sein

Das braucht ihr außerdem: eine leere Flasche, einen Geruchsträger wie Leberwurst, Nassfutter, Kokosfett, Futter/ Hundekekse

Zunächst einmal benötigt ihr einen Geruch, den euer Hund verfolgen soll. Ich fülle dazu immer warmes Wasser in eine leere Flasche und füge etwas Kokosfett hinzu. Genauso kann man aber auch einfach Leberwurst oder ein bisschen Nassfutter nehmen. Damit ich eine feine Spur legen kann, pikse ich immer ein paar Löcher in den Deckel – von Anderen Hundebesitzern weiß ich, dass sich die Flaschen von ActiveO2 auch sehr gut aufgrund ihrer Verschlüsse für unser Vorhaben eignen.

Die ersten Spuren habe ich auf Asphalt gelegt, weil ich da selbst die Spur gut sehen konnte. Dazu habe ich einen Anfang markiert, in dem ich etwas von der Flüssigkeit auf eine Stelle geträufelt habe, damit diese besonders intensiv riecht. Anschließend habe ich einfach eine kurze, gerade Strecke mit dem Wassergemisch bespritzt und das Ende erneut mit etwas mehr Flüssigkeit markiert. Diese Strecke habe ich dann zusätzlich mit Futter ausgelegt und am Ende einen Jackpot (also einer besonderen Belohnung) platziert. Warum zusätzlich eine Futterspur auslegen? Weil euer Hund ja erstmal nicht weiß, dass er einem Geruch folgen soll. So folgt er der Futterspur und hat gleichzeitig noch die Geruchsspur von dem Wassergemisch in der Nase.

Im weiteren Verlauf des Trainings legt man das Futter in immer weiteren Abständen zueinander auf die Geruchsspur, bis man es schließlich ganz weglassen kann und am Ende nur den Jackpot hat. Daher ist es auch wichtig, dass man anfangs immer mit dem selben Geruch trainiert. Zusätzlich mache ich es auch noch immer so, dass ich den Hütehundmädchen den Geruch vorher einmal zum Riechen gebe und dann erst das Kommando zum Suchen. So wissen sie, nach welchem Geruch sie suchen sollen und so kann man später verschiedene Gerüche nutzen. Die Schwierigkeit im Training lässt sich übrigens über die Länge der Strecke, die Intensität des Geruchs (zum Einen wieviel Leberwurst man zum Beispiel verwendet, aber auch darüber, wie viel Zeit zwischen dem Legen der Spur und dem anschließenden Suchen liegt), über die Art der Strecke (verschiedene Bodenbeschaffenheiten, aber es macht selbstverständlich auch einen Unterschied, ob ich auf einem einsamen Feldweg eine Spur lege oder auf einer Wanderoute, wo ganz viele Menschen lang laufen) und auch ob die Strecke nur gerade ist oder mit Kurven versehen.

Wie immer beim Hundetraining gilt natürlich auch hier: Kleinschrittig anfangen und seinem Hund die nötige Zeit und Hilfen zu geben, damit er verstehen kann, was man von ihm möchte und damit der gemeinsame Spaß nicht auf der Strecke bleibt.

Mit diesen Beschäftigungsmöglichkeiten sind wir ganz gut durch die letzten Monate gekommen, zusätzlich zu den Spaziergängen, die mein Mann Björn dann alleine mit Emmely, Hazel und Colani gemacht hat. Inzwischen bin ich selbst wieder fitter und baue meine verlorene gegangene Kondition mit langsamen, gemeinsamen Spaziergängen auf.

Gewinnspiel

Im Rahmen der AGILA Blogparade dürfen wir eine Hunde Aktiv-Box an Euch verlosen – der genaue Inhalt bleibt eine Überraschung – nur so viel:
Sie enthält etwas zum Spielen,
zum Snacken
sowie etwas zur Pflege eures Vierbeiners.

Teilnehmen könnt ihr ganz einfach über unserem Instagramkanal behuetet_geliebt.

Das Gewinnspiel startet sofort und endet am 19. September 2021.

Ganz viele weitere spannende Themen und Aktionen zum oben genannten Motto findet ihr übrigens hier: https://tierischgesund.agila.de/

Und was wäre eine Blogparade ohne Blogbeiträge?

Bei folgenden BloggerkollegInnen findet ihr ebenfalls informative und spannende Beiträge rund um das Thema Bewegung:

Buddy & Me, Herr Olaf, Reva & Me, Labrador Laika, Schokilabbi Lando, Dogsoulmate, Verbellt & Verhoppelt, Verpinscht, Dreipunktcharlie, EinHundRudel und Cavimami

Viel Spaß beim Stöbern und bleibt gesund!


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8 Gedanken zu “Bewegter Hund trotz unfittem Zweibeiner – Ideen zur Auslastung”