mit Indianermädchen & Wildfang

Canicross/Bikejöring Ausrüstung Update

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Vor zwei Jahren hatte ich hier mal einen Beitrag zu unserer Geländelauf/Canicross Ausrüstung veröffentlicht und wie ihr Euch sicher vorstellen könnt, haben wir inzwischen einige Erfahrungen damit gesammelt und das ein oder andere auch ausgetauscht. Außerdem haben Hazel und ich nun auch das Bikejöring für uns entdeckt und auch hier bereits unsere Ausrüstung aufgestockt. Und weil ich immer mal wieder danach gefragt werde, welche Geschirre wir nutzen, welche Jöringleinen und so weiter – ist es wohl mal wieder Zeit für ein Update. Im Folgenden stelle ich Euch also mal unser ganzes Zeug vor und verlinke Euch gleich Shops,  in denen ihr sie bestellen könnt. Bedenkt aber bitte, dass nicht jedes Geschirr für jeden Hund geeignet ist, ebenso wenig wie mein Laufgurt oder meine Schuhe für Euch passend sein müssen. Wenn ich von anderen guten Alternativen weiß, dann verlinke ich diese auch noch zusätzlich.
Ich beginne mit der Ausrüstung zum Laufen und ergänze dann noch, was man zusätzlich fürs Bikejöring benötigt.

Alles für den Hund

Zuggeschirr

Für die Aussiemädchen habe ich zum Laufen/Fahrrad fahren  Zuggeschirr, Halsband, Neckline und Booties.

Unsere ersten Zuggeschirre waren von eRPaki: Sie waren maßgeschneidert und bei der Bestellung konnte man sie sich nach seinen Wünschen farbig gestalten, das heißt sie sahen auch richtig toll aus. Fast ein Jahr sind wir damit auch gelaufen, bis ich mal den Sitz überprüfen lies, von Jemanden, der richtig Ahnung hatte. Der Nachteil bei den Geschirren von eRPaki ist leider, dass man die Hunde selbst ausmisst und trotz ausführlicher Anleitung können dabei Fehler passieren, die dann zu einem ungünstigen Sitz vom Geschirr führen können. Wir haben dann die Gelegenheit genutzt und auf der vdh Deutschen Meisterschaft vom Turnierhundsport ein Zuggeschirrstand aufgesucht und die Mädels vor Ort von Sachkundigen ausmessen lassen und neue maßgeschneiderte Geschirre gekauft. Unsere sind nun von Sledwork und ich bin super zufrieden damit.

Ganz allgemein kann ich Euch aber nur empfehlen: Sucht euch einen Zuggeschirrhändler in euer Nähe (Händler von Sledwork findet ihr hier) oder schaut nach größeren Turnieren in eurer Nähe und lasst euren Hund vor Ort Geschirre anprobieren.
Manchen Hunden passen auch Standardgeschirre, wobei ich sagen muss, dass der Aufpreis für eine Maßschneiderung bei Sledwork nur bei plus 10 Euro pro Geschirr lag. Unser Modell nennt sich übrigens xback active und sind mit Neopren unterlegt.

Halsband und Neckline

Inzwischen ist im Geländelauf auch erlaubt, dass der Hund ein Halsband trägt. Aber wenn man im Zweiergespann laufen möchte, dann sind Halsbänder Pflicht, denn die Hunde müssen mittels einer Neckline am Halsband verbunden sein, damit sie möglichst nahe beisammen laufen (so wie oben im Bild dürften wir also nicht auf einem Turnier starten, da Emmely und Hazel nicht mit einer Neckline verbunden sind).

Dadurch nehmen sie weniger Platz auf dem Weg ein und vereinfachen so Überholvorgänge, aber so kann auch verhindert werden, dass die Hunde rechts und links an einem Hindernis vorbeilaufen und es so zu Verletzungen kommen kann. Ich nutze nach wie vor die geschlossene Variante mit Softshell unterlegt von eRPaki und bin weiterhin damit sehr zufrieden. Dadurch, dass diese keinen Verschluss haben, können sie auch nicht einfach aufgehen, wenn die beiden Aussiemädchen mal noch etwas weiter auseinander laufen und die Neckline etwas auf Zug ist.
Unsere Neckline ist selbstgemacht von einer Freundin – auch hier gibt es verschiedene Varianten wie beispielsweise die elastische von Sledwork oder dieses Modell von Uwe Radant.

Booties

Booties habe ich bislang bei Turnieren noch nicht benötigt, aber durchaus im Training. Gerade wenn ich mit den Mädels im Sommer Inliner fahre und sie doch mal mehr auf Asphalt laufen, dann schützen die Booties. Grundsätzlich sind Booties aber auch auf Turnieren erlaubt, sofern sie paarweise getragen werden (also beide Vorderpfoten oder beide Hinterpfoten oder eben alle Pfoten). Sehr, sehr gute Erfahrungen habe ich mit den Booties von Uwe Radant gemacht: Dort gibt es verschiedene Ausführungen je nach Untergrund. Sie sind sehr einfach gehalten, rutschen aber wirklich nicht von den Pfoten und eignen sich auch bei verletzten Pfoten zum Schutz vor Dreck, Steinchen usw.

Verbindung zwischen Mensch und Hund

Jöringleine

Unseren ersten Jöringleinen (wenn man von dem ersten Fehlkauf absieht – ihr könnt das in dem alten Beitrag zur Ausrüstung nachlesen) waren und sind die 8mm Variante mit einer Länge von 1,50m von eRPaki. Mit denen bin ich auch immer noch sehr zufrieden. Ich nutze sie, wenn ich mal mit Emmely laufe und meine Freundin Tina nutzt sie häufig, wenn sie mit ihr läuft. Sie haben einen Ruckdämpfer (auf dem Bild unten befindet er sich zwischen den beiden Knoten) eingebaut, sind leicht und es gibt sie in vielen und wirklich sehr schönen Farben.

Aber inzwischen sind Tina und ich auch auf den Geschmack Bungee Leash non-stop dogwear gekommen. Der Vorteil hierbei ist, dass die Leinen durchgängig elastisch sind. Die neueren Versionen sind 2m, ich habe mir aber eine ältere Variante gekauft, die im ungedehnten Zustand nur 1,10m lang ist. Ich nutze sie in der Regel, wenn ich mit Hazel laufe und wenn ich die Aussiemädchen im Zweiergespann habe, denn durch die Koppelleine, die mit der Jöringleine verbunden wird, wird unser Gespann sonst ziemlich lang.

Koppelleine

Auch meine Koppelleine ist von eRPaki und auch mit dieser bin ich so zufrieden, dass ich nicht das Bedürfnis hatte, mich nach einer Alternative umzuschauen. Früher habe ich die Koppelleine an meinen Bauchgurt gemacht und dann zwei Jöringleinen an der Koppelleine befestigt. Dadurch haben die Mädels viel mehr Platz nach rechts und links auszuweichen, wenn sie nicht durch die Neckline verbunden sind. Inzwischen nutze ich nur eine Jöringleine und hake diese an die Koppelleine, welche dann mit den Geschirren der Mädels verbunden ist. Weniger Seil, weniger Seilsalat, weniger Stolperfallen. Von non-stop dogwear gibt es auch eine Jöringleine, die direkt für zwei Hunde ausgelegt ist. Der Vorteil an der Koppelleine ist aber meiner Meinung nach, dass man nur eine Jöringleine benötigt und bei Bedarf, wenn man mit zwei Hunden laufen möchte, die Koppelleine zusätzlich benutzt.

Bauchgurt

Nach wie vor bin ich immer noch sehr, sehr zufrieden mit meinem Running-Belt von non-stop dogwear. Inzwischen gibt auch hier eine neue und wohl verbesserte Version – nämlich den CaniX Belt. Ich kenne viele Läufer, die im letzten Jahr auf diesen umgestiegen und begeistert sind – nur hänge ich einfach an unserem und da ich eben zufrieden bin und er noch immer tadellos ist, bleibe ich auch weiterhin beim Running Belt.

Für den Zweibeiner

Kleidung und Schuhe

Hier kann ich Euch eigentlich nicht wirklich Tipps geben. Ihr braucht keine besondere Laufkleidung für Canicross, sondern nehmt dieselbe, die ihr auch zum Joggen nehmt/ nehmen würdet. Marken gibt es viele und ob ihr lieber Addidas, Nike oder die Eigenmarken von Decathlon nutzt – ist total egal. Ich laufe am Liebsten mit engen Laufhosen, nutze im Sommer gerne kniehohe Kompressionstrümpfe für den Sport (von under pressure), habe immer einen gutsitzenden Sport-BH an und bevorzuge im Winter einen Schlauchschal für den Hals und ein breites Stirnband für die Ohren.

Zum Laufen auf Waldwegen hatte ich früher Trailrunningschuhe von Salomon, aber mit denen habe ich mir immer wieder blaue Zehen geholt und so bin ich nun – wie auch bei meinen normalen Joggingschuh für Asphalt auf die Marke Asics umgestiegen und damit fühle ich mich sehr wohl. Meine ersten Joggingschuhe von Asics waren die Gel Nimbus 19 und als die durchgelaufen waren, ist das Modell Gel Kayano 24 eingezogen (inzwischen gibt es da auch schon einen Nachfolger).

Mein Trailschuh ist der Gel Fuji Attack 5 von Asics und ich liebe ihn sehr. Ich ziehe ihn auch im beim Training/Turnieren auf dem Hundeplatz an, nehme ich manchmal zu längeren Spaziergängen und auf dem Fahrrad.

Aber wie schon oben erwähnt, nur weil ich mit der Marke super zurechte komme, heißt das noch lange nicht, dass ihr mit eurem Laufstil und euren Füßen damit zufrieden wärt. Lasst Euch da am Besten in einem Fachgeschäft beraten.

Sportuhr und Beleuchtung

Nach wie vor nutze ich meine M600 von Polar, um unser Training aufzuzeichnen – sei es nun beim Joggen ohne Hund, Geländelauf oder beim Bikejöring. Sie ist leicht zu reinigen, der Akku funktioniert auch nach 2 Jahren noch, man kann bei jeder Trainingseinheit eine Bemerkung dazu schreiben (zb. mit welchem Hund man im Zug gelaufen ist oder ob man Fahrrad mit Hund im Zug oder Freilauf gefahren ist) und sie zeichnet die wichtigsten Daten, die einen so interessieren könnten, auf. Es gibt Laufprogramme, man kann sein Handy damit steuern – auch Musik und noch eine ganze Menge mehr. Auch hier gibt es neuere Modelle, bei denen ich logischerweise aber keine Erfahrungswerte habe. Freunde von mir nutzen lieber die Uhren von Garmin und sind auch damit sehr zufrieden.

Gerade in der kalten Jahreszeit läuft man häufig im Dunklen – ob vor oder nach der Arbeit – nur selten haben wir die Chance im Hellen zu trainieren. Für die Mädels gibts daher immer das Leuchtie Plus um und für mich meistens die Stirnlampe MH10 von LEDLENSER oder die Stirnlampe von ONE80. Beide sind super hell und einfach per USB Kabel wieder aufladbar – mit der Stirnlampe von LEDLENSER kann man jedoch das Licht zielgerichtet justieren, was bei der anderen Stirnlampe nicht möglich ist. Ist aber eben wie bei so ziemlich allem Geschmacksache. Zum Thema Beleuchtung habe ich übrigens mal einen separaten Beitrag geschrieben, den findet ihr hier.

Was man zum Bikejöring braucht

Wenn man sowieso schon Canicross mit seinem Hund macht, hat man ja schonmal ein Zuggeschirr. Wunderbar, denn das kann man in der Regel auch fürs Bikejöring nehmen. Welche Ausnahmen es da gibt, kann ich Euch aber auch nicht sagen – fragt im Zweifel bei eurem Zuggeschirrfachhändler eures Vertrauens nach. Darüber hinaus benötigt ihr natürlich auch eine Zugleine, welche üblicherweise jedoch etwas länger ist als die zum Canicross. Wir haben wieder die Variante von eRPaki, es gibt aber ebenso eine Bikejöring/Scooter Bungee Leash Variante in 2,80 von non-stop dogwear.

Außerdem benötigt ihr eine Fahrradantenne, die ist nicht nur vorgeschrieben auf Turnieren, sondern sehr, sehr nützlich. Sie verhindert nämlich, dass sich die Leine – sollte sie mal durchhängen (zum Beispiel beim Starten, Stoppen oder in der Kurve) sich nicht in eurem Reifen verheddert. Unser Modell ist von GRAVITY. Sie ist aus Kunststoff, sehr leicht und man kann sie schnell und ohne Werkzeug am Fahrrad befestigen und wieder abmontieren. Ich weiß, dass einige auch die Version von non-stop dogewear bevorzugen – auch diese kann man wohl schnell dran- und wieder abmachen. Dies kann zum Beispiel für den Transport des Fahrrads am/im Auto notwendig sein.

Ansonsten benötigt man halt ein Fahrrad, selbstverständlich einen Fahrradhelm und Handschuhe (beides ist auch auf Turnieren Pflicht). Empfohlen wird außerdem eine Schutzbrille, denn der Dreck spritzt einem gerne mal ins Gesicht. Ich bin bis Ende letztens Jahres mit einem NoName Moutainbike gefahren, welches ich für unter 100 Euro bei ebay Kleinanzeigen gekauft hatte. In diesem Jahr gab es für mich ein mega Update, denn ich habe mir ein Fahrrad von Cube (Modell Cube Reaction Pro) gekauft. Im Gegensatz zu dem Alten hat es keine Scheibenbremsen und eine viel bessere Federung. Aber ich bin absolut kein Experte für Fahrräder und kann Euch daher auch keine tollen Tipps für den Fahrradkauf geben.
Zum Ausprobieren sollte aber jedes Fahrrad mit Bremsen, die tun, was sie tun sollen, funktionieren. Meine Handschuhe sind einfach von der Eigenmarke von Decathlon und die haben meine Hände schon vor so manchen Kältetod gerettet.

Meinen Helm habe ich dort ebenso gekauft, aber weil ich ja Brillenträgerin bin und irgendwie keine dazu passende Schutzbrille finde, bin ich derzeit noch auf der Suche nach einer Kombination von Helm und Visier/Schutzbrille. Richtig, richtig praktisch finde ich meine neue Mütze von West Bike, die super die Ohren bedeckt und Öffnungen für die Brillenbügel und den Zopf hat. Die eignet sich zum Laufen, aber eben auch zum Fahrradfahren, weil sie sehr dünn ist und man sie daher gut unter dem Helm tragen kann.

Und schlussendlich braucht man auch am Fahrrad Beleuchtung, nicht wahr? Ich habe für mein Fahrrad die Sigma Aura 60. Die ist super hell, man kann sie schnell ans Fahrrad dran machen, der Akku hält lange und sie ist via USB Kabel wiederaufladbar. Hazel trägt in der Nacht einfach das Leuchtie und schon sind wir beide gut sichtbar.

Zum Schluss gibts noch einen kleinen Einblick von unserem zweiten Bikejöring Turnier am Tagebau Hambach:

Turnier am Tagebau Hambach

So, nun seid ihr auf dem neusten Stand was unsere Ausrüstung betrifft. Bis auf den Fahrradhelm und eventuell einer anderen Gespannleine fürs Training mit beiden Hunden (weil Emmely Hazel oft ärgert und es für sie besser wäre, wenn sie hinter Hazel laufen würde) sind wir meiner Meinung nach ausreichend ausgestattet, so das wohl in naher Zukunft auch nichts Neues hinzu kommen wird.

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