Tschüß und Hallo. Jahreswechsel.

2017 habe ich meinen letzten Blogbeitrag mit folgendem Ausblick auf das Jahr 2018 beendet:

“ Wir haben so einiges vor: Es stehen wieder einige Messebesuche an: Erneut die DOGLIVE in Münster und die Hund & Katz in Dortmund, wahrscheinlich gehts auch wieder zur RehaCare und zur Heimtiermesse in Düsseldorf. Im Januar und Februar findet Winterlauf Nr. 2 und Nr.3 statt, bei denen ich ebenfalls mit Hazel starten werde – diesmal mit dem Ehrgeiz wieder ähnlich gute Zeiten zu Laufen wie im Dezember. Außerdem werde ich auch mit Emmely wieder bei THS Turnieren starten und darauf hinarbeiten, dass wir dann auch den Aufstieg in VK3 schaffen. Der Lieblingszweibeiner und ich werden uns auf die Suche nach Schnee machen, um tolle Fotos zu machen und planen eine Reise mit dem Wohnmobil – wohin und wann steht aber noch nicht ganz fest. Im März wird das Buch mit den Lifehacks rund um das Thema Hund erscheinen, an dem wir mit 15 anderen Bloggern geschrieben haben. Außerdem startet im Frühjahr der Online Kurs der miDoggy Academy, bei dem wir mitwirken dürfen und das Thema „Auslastung“ behandeln werden. Erik und ich planen ein Kinderbuch, sowie eine noch engere Zusammenführung des Rudels in Form einer gemeinsamen Wohnung.“

Und wenn ich auf das Jahr so zurückblicke (das hier ja schließlich irgendwie ein Jahresrückblick), dann stelle ich fest: Einiges hat genauso geklappt, ein paar Sachen haben wir aufgeschoben und in vielen Dingen sind meine Erwartungen übertroffen worden.

Es läuft nicht immer alles nach Plan

Was nicht geklappt hat, ist der Aufstieg mit Emmely in den VK 3. Aber das konnte auch gar nicht funktionieren, da wir nur an einem Turnier in einem Vierkampf gestartet sind und das auch noch ganz spontan. Unsere Reise mit dem Wohnmobil ist auch nur verschoben, wobei es wahrscheinlich auch 2019 noch nicht klappen wird. Und das Kinderbuch? Ist ganz fest für das kommende Jahr geplant. Vor ein paar Tagen habe ich mir deshalb zwei wunderschöne Notizbücher gekauft und noch in diesem Jahr werde ich mich in meinen tollen Schaukelstuhl setzen und die ersten Zeilen schreiben. Achso – die Suche nach dem Schnee war bislang erfolglos und auch in diesem Winter haben wir bisher echt Pech gehabt. Aber sobald hier im Umkreis von 100 km richtig Schnee liegt, werde ich alles stehen und liegen lassen, die Hütehundmädchen ins Auto packen und losdüsen.

Messebesuche

Alle vorgenommenen Messebesuche können wir abhaken: Die DOGLIVE in Münster war auch in diesem Jahr wirklich toll und die Gala noch viel großartiger – in knapp einem Monat werden wir dort wieder sein.
Die Hund & Katz in Dortmund war wie immer: Nett, aber irgendwie nichts Besonderes. Wir gehen dort eigentlich nur noch hin, damit Emmely beim DogDiving mitmachen kann, wir uns mit anderen Leser/Blogger/Instagramer mal live treffen können und als Training für die Hütehundmädchen.
Die Heimtiermesse in Düsseldorf war hingegen ein totales Highlight, weil wir mit dem Bloggerteam von Dr. Clauder und Oli Petszokat auf der Bühne sein und ein Interview geben durften.
Auch der RehaCare haben wir einen Besuch abgestattet, ein paar interessante Dinge gesehen und das Ganze natürlich mit einem Wiedersehen mit Lukas und Anouk vom Blog TH10. verbunden.

Projekte/ Kooperationen

Unser Buchprojekt „Lifehacks“ war ebenfalls ein ganz besonderes Ereignis und ich bekomme immer noch ein kribbelndes Gefühl, wenn ich das Buch im Buchladen sehe. Mindestens genauso stolz bin ich auf den gemeinsamen Online-Kurs der miDoggy Academy, auch wenn er bislang nicht so häufig gebucht wurde, wie er es eigentlich verdient hätte.

In diesem Jahr hatten wir wieder ganz tolle Kooperationsanfragen und haben viele feine Unternehmen kennen – bzw. näher kennengelernt. Richtig großartig war natürlich unser Ausflug in die Heide, organsiert von Aigle und von schöning pr. Aber ich möchte mich an dieser Stelle auch nochmal bei FINNTO, Glückshund, Pawsitive Life Coaching, Hundeklunker, Lills Store, Lieblingbox, Kosmos, Kauartikel.com, Vermopst Shop, Barf Adventskalender, Terra Canis, AGILA, Betty Woof, Snut Shop, FLUM Manufaktur und Furbo bzw. Karkalis Communication für die tolle Zusammenarbeit bedanken.

Ein weiteres, absolut aufregendes Ereignis war für uns Fünf auch der Live Auftritt beim ARD Buffet. Für diese Erfahrung bin ich sehr dankbar und hoffe, dass wir vielleicht nochmal eine solche Gelegenheit bekommen.

Kein neues Projekt, aber doch irgendwie aufregend war unser Namenswechsel. Nachdem ich ja schon mal von „Emmely, das Indianermädchen“ zu „Indianermädchen & Wildfang“ gewechselt hatte – war es zu „behütet & geliebt“ auch mit neuem Logo ein spannender und vielleicht auch ein risikoreicher Schritt. Den wir nie bereut haben, sondern ganz im Gegenteil: Auch jetzt finde ich, dass er sehr passend zu uns ist.

2018 war ein aktives Jahr für uns

Sportlich gesehen hat Hazel sämtliche Erwartungen übertroffen. So sind wir nicht nur Gesamtsieger der Winterläufe in unserer Altersklasse geworden, sondern auch noch Landesverbandsmeister. Trotz verpatzter Bundessiegerprüfung konnten wir uns für die VDH deutsche Meisterschaft qualifizieren und dort sogar 4 Plätze gut machen. Niemals hätte ich mir das erträumen lassen!
Außerdem haben wir uns auch an die anderen Sparten beim THS gewagt und planen fürs nächste Jahr eine grandiose und sehr schnelle CSC Saison. Aber da hat Hazel noch einiges zu lernen.
Auch Emmely hat sich beim Geländelauf gemeinsam mit Tina verbessert, sie läuft schneller und zuverlässiger. Theoretisch hätten sie sich zeitmäßig sogar für die Bundessiegerprüfung qualifiziert. Wir schauen mal was, was das nächste Jahr in dieser Hinsicht bringt. Jedenfalls sind die Beiden auch ein Teil unser CSC Gruppe und die laufen ihre Sektion bereits jetzt fehlerfrei.

Fürs nächste Jahr würde ich mir natürlich erneut eine Teilnahme an der deutschen Meisterschaft wünschen. Damit das gelingt, trainieren wir nun auch mit dem Fahrrad, indem wir längere Strecken zurück legen und die Mädels im Freilauf dabei sind. Und weil mich diverse Bikejöring Accounts (besonders trail_buddies bei Instagram) so begeisterten, haben wir das über die Feiertage auch mal ausprobiert. So viel sei verraten: Es wird auf jeden Fall Bestandteil unseres Trainings werden, aber Turniere werden wir in dieser Sparte wohl nicht bestreiten. Zusätzlich habe ich mich im Fitnessstudio angemeldet und hoffe, dass wir damit im neuen Jahr tatsächlich unsere Zeiten noch verbessern können, denn die Konkurrenz hat deutlich zugenommen.
[Beim Korrekturlesen ist mir aufgefallen, dass man den letzten Satz durchaus falsch verstehen könnte.. es wäre aber auch zu witzig, wenn ich tatsächlich glauben würde, dass die Anmeldung im Fitnessstudio einfach reicht, weil die Konkurrenz ja schließlich (gewichtsmäßig) zugenommen hat..]

2019 möchte ich aber nicht nur an den Turnieren vom DVG teilnehmen, sondern auch das ein oder andere Abenteuer abseits davon erleben.
Eins davon soll „The Game“ organisiert vom Camp Canis werden und auch der ein oder andere echte Canicrosslauf, gerne auch mit beiden Aussiemädchen.

Colani begleitet mich ja gelegentlich im Freilauf beim Joggen und nun auch beim Fahrrad fahren. Ob sie nun auch bald in den Sport, zum Beispiel THS oder Agility, oder auch was ganz anderes einsteigen wird, werden wir noch sehen. Spaß hätte sie bestimmt, aber noch ist sie ganz schön oft abgelenkt. Ich könnte sie mir eventuell auch als Begleitung in meinen Therapiestunden vorstellen, aber auch da haben wir alle Zeit der Welt zu gucken, in welche Richtung sie sich noch entwickelt.

Neue Freundschaften fürs Leben

Aus den Bekanntschaften vom letzten Jahr haben sich in diesem Jahr wunderbare Freundschaften entwickelt.
Lukas und Anouk haben wir ja zum ersten Mal auf der RehaCare „in Echt“ getroffen. Später dann immer mal wieder geschrieben und aus immer mal wurde täglich, stundenlang und Videoanrufe. Dabei stellten wir oftmals verblüfft fest, dass wir vier uns in unglaublich vielen Dingen ähnlich sind. Und so wurden aus Anrufe regelmäßige Treffen und aus Freunden wurden Trauzeugen. Sie unsere, wir ihre.
Nur das Kennenlernen der Eltern steht noch aus – ansonsten läuft es bei uns wie bei einem alten Ehepaar. Auf die gute Art und Weise.

Im letzten Jahr hatte ich den Hundeverein gewechselt und dort Tina kennengelernt, die uns letztendlich zum Geländelauf gebracht hat. Und aus „wir laufen mal ein bisschen zusammen mit den Hunden auf dem Hundeplatz„, wurde ein „du darfst gerne die Emmely nehmen und lass uns auch Zeit außerhalb des Hundeplatzes zusammen verbringen„. Fast alle Turniere in diesem Jahr haben wir zusammen gemeistert.
Sie hat mich und Hazel unglaublich voran gebracht – mit ihrer Motivation, ihren Ideen und ihrer super freundlichen Art.
Inzwischen ist aus unserem Laufduo ein stattliche Laufgruppe mit vielen netten Mädels und Hunden geworden, von denen die Meisten auch nicht mehr nur Bekannte sind.

Ich bin jedenfalls unglaublich dankbar, dass ich so viele nette Menschen dieses Jahr kennen lernen durfte, die meinen Horizont erweitern und auf die man sich verlassen kann.

Der schwarze Tag

Natürlich darf er nicht fehlen, aber ich will ihm auch nicht zu viel Platz geben. Ihr wisst schon: Der Tag als Hazel die Hutschnur platzte, weil Bellen und Knurren nicht mehr ausreichend waren, um fremde Hunde von uns weg zuhalten. Und sie nur noch Schnappen als Ausweg sah. Seitdem trägt sie draußen meistens einen Maulkorb. Ich war unglaublich verunsichert, traurig, enttäuscht und wütend. Das bezog sich nicht nur auf mich, sondern auch auf den anderen Hundebesitzer, auf alle rücksichtslosen Hundebesitzer und auf Hazel. Doch inzwischen habe ich mich mit der Situation arrangieren können. Ich bin meistens gelassener bei Hundebegegnungen und vermeide sie auch nicht mehr permanent. In Tippelschritten bewegen wir uns auf die kleinen Ziele zu und das doch besser als nichts. Vielleicht werde ich mich nie wieder trauen, ihr Hundekontakt im Freilauf ohne Maulkorb zu gestatten – aber vielleicht sehe ich das Ganze in einem Jahr schon wieder in einem neuen Licht.

Was auch immer das neue Jahr bringen wird, wir werden uns zusammen da durch wurschteln.

Höhenflug

Das Beste an diesem Jahr waren für mich aber nicht unsere sportlichen Erfolge, tolle Kooperationen oder neue Bekannschaften. Das Beste an diesem Jahr war und sind Wir. Wir als „der Lieblingszweibeiner und ich„. Wir als „die Hütehundmädchen, der Lieblingszweibeiner und ich„.
Wir als Familie.
Als aus unserer Freundschaft Liebe wurde, hatten wir keinen guten Start.
Es gab oft Tränen, einige Tiefpunkte und es hat uns ziemlich viel Arbeit an uns selbst gekostet, dass wir Anfang des Jahres so weit waren, dass wir nach einer gemeinsamen Wohnung schauten.
Und als ich den Jahresrückblick für 2017 schrieb und meine Wünsche und Pläne für das kommende Jahr formulierte, hätte ich nicht gedacht, dass ich hier nun in unserem Arbeitszimmer in unserer gemeinsamen Wohnung sitzen und beim Tippen auf der Tastatur ein Ehering an meiner rechten Hand funkeln würde.

Gemeinsame Wohnung, verlobt und nun auch verheiratet mit dem liebevollsten und lustigsten Mann überhaupt.
In dreißig Jahren, die ich ja nun auch schon bin, hatte ich kein wundervolleres Jahr.

2019 – du wirst es wohl nicht toppen können – aber probiere es ruhig

Liebes 2018, liebe Menschen, die ihr uns begegnet seid, auf welche Art und Weise auch immer:

Danke für Alles.

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