Dinge, die ein Indianermädchen & ein Wildfang nicht können (oder nicht wollen)

„Das Indianermädchen hört so toll.“ 
„Es läuft so toll bei Fuß.“ 
„Es macht so tolle Tricks – wie hast du ihr das beigebracht?“
„Der Wildfang achtet schon so toll auf dich.“ 
„Er macht schon eine wirklich schöne Unterordnung.“ 
„Er kommt sofort, wenn du ihn rufst. Voll die Strebermädels hast du da.“
Ja, ich bin auf meine beiden Aussie – Mädchen echt stolz. Aber es gibt eine Menge Dinge, die sie (noch) nicht können – oder nicht können wollen. Und das muss ja auch mal erzählt werden.

  • Das Indianermädchen kann der Versuchung nicht wiederstehen, wenn es etwas Essbares wie einen Döner oder ähnliches beim Spaziergang findet. Dann schnappt es sich mit Lichtgeschwindigkeit zum Beispiel den besagten Döner und rennt so schnell es kann außerhalb meiner Reichweite. Währenddessen schlingt es bereits das Objekt der Begierde herunter – Kauen wird schließlich überbewertet.
  • Der Wildfang schafft es einfach nicht mir einen Kuchen zu backen. Obwohl er sich ja bereits an einem Kilo Mehl und einem Kilo Zucker während meiner Abwesenheit zu schaffen gemacht hat. Das Ergebnis war nur ein beachtliches Chaos in meiner Küche – vom Kuchen war das jedoch weit entfernt. 
  • Emmely hat keinen grünen Daumen. Auch keine grüne Krallen. Den Garten umgraben, ja das kann sie. Aber da hört es auch schon auf. Im blödesten Fall vergräbt sie dabei auch noch die schönsten Blümchen.
  • Hazel kann es nicht aushalten, wenn ihre Grundbedürfnisse nicht sofort befriedigt werden. Zumindenstens nicht ohne mir mitzuteilen, dass sie ein Bedürfnis hat. Wirklich wahr. Ich habe den Eindruck, sobald sie auch nur das leiseste Hüngerchen oder ein klitzekleines bisschen Durst verspürt, gibt sie mir sofort Bescheid. Und es wird jammernd darauf hingewiesen, dass ich bitte auf der Stelle etwas dagegen unternehmen soll. 

  • Das Indianermädchen kann Besucher in unserer Wohnung nicht anständig willkommen heißen. Nicht wie ein erwachsenes Indianermädchen das eigentlich können sollte. Beim Lieblingszweibeiner wirft es gleich mal alle Manieren über Board.
  • Der Wildfang kann nichts langsam. Nicht langsam fressen, nicht langsam laufen, nicht langsam und vorsichtig kuscheln. Er kann nur schnell schnell.

  • Emmely kann (oder will) sich nicht selbst baden. Sie kann sich hervorragend in Fäkalien wälzen, aber sie weigert sich partout sich selbstständig wieder in den ursprünglichen Duftzustand zu versetzen.
  • Der Wildfang ist schlabbersüchtig. Ohne Zunge – ohne ihn. Wer sich in Bodennähe begibt, muss mit einer feuchten Begrüßung rechnen – er kann einfach nicht anders.
  • Das Indianermädchen kann nicht vernünftig an der Leine gehen, wenn sich Eichhörnchen oder Katzen in Sichtweite befinden. Und schon gar nicht kann es dann ohne Leine in meiner Nähe bleiben.

    Ihr seht: Von wegen Strebermädels. Die müssen auch noch eine Menge lernen – und Manches lernen sie ganz bestimmt nie. Wie ist es bei Euch? Was können eure Vierbeiner nicht? Was wollen sie wahrscheinlich einfach gar nicht lernen?

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6 Gedanken zu “Dinge, die ein Indianermädchen & ein Wildfang nicht können (oder nicht wollen)”